Ideen für individuelle Lösungen Reha-Team

Aktuelle Ausgabe Nummer 40 / 2017

Mini-Gefühlsbilder mit inklusivem Touch

Emojis sind praktisch. Sie ersetzen in Chats, SMS und Messenger-Diensten längere Beschreibungen, z.B. unserer Stimmungen oder Gefühle. Und das schon seit langem: Ihre Vorgänger, die so genannten Emoticons, waren vor allem Smiley-Zeichenfolgen, wie die populäre Kombination aus Doppelpunkt, Bindestrich und Klammer :-). Ein Informatik-Professor hatte sie bereits 1982 in E-Mails benutzt. Er kennzeichnete damit Scherze und sarkastische Kommentare, die sonst nicht als solche verstanden worden wären.
Inzwischen haben sich die Bildschirm-Darstellungsmöglichkeiten enorm verbessert. Das führte sowohl zum grafischen Tuning der Emojis als auch zu größerer Anzahl und Variantenvielfalt. Unterschiedliche Hautfarben oder männliche und weibliche Versionen gehören mittlerweile zu den Selbstverständlichkeiten. Nur Emojis mit Behinderung hat man im Netz noch im vergangenen Jahr vergeblich gesucht.
Um diese Markt- und Gleichberechtigungslücke zu schließen, hat die Aktion Mensch e. V. nun eine barrierefreie Tastatur-App mit neuartigen, „inklusiven“ Bildzeichen entwickeln lassen. Sie decken eine große Bandbreite von Motiven und Situationen ab. Von Sportlern mit Behinderungen, über Rollstuhlfahrer bis hin zu Gebärden und inklusiven Liebespaaren (siehe Abb.). Diese und viele andere „Inklumojis" können als kostenlose App im Apple-Store sowie im Google Play Store heruntergeladen werden. Unbedingt mal ausprobieren!